Nachrichten - 9. September 2026
Atomkriegsmanöver stoppen: Demonstration am 17. Oktober 2026 in Nörvenich
Auch in diesem Jahr will sich die Bundeswehr wieder am Manöver "Steadfast Noon" beteiligen. Dabei üben NATO-Staaten den Einsatz von US-Atomwaffen! Im Zentrum der deutschen Aktivitäten stehen der Fliegerhorst Nörvenich bei Köln und der Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Ohne Rüstung Leben ruft zur Demonstration und Kundgebung "NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!" auf.
Demonstration: NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!
am Samstag, 17. Oktober 2026 in Nörvenich (ca. 30 km von Köln)
Auftakt um 12:00 Uhr vor dem Fliegerhorst Nörvenich [Google Maps]
Kundgebung gegen 13:30 Uhr im Schlosspark
Ein kostenloser Shuttle-Bus wird wieder vom Busbahnhof Düren (Nordausgang Hauptbahnhof Düren) zum Veranstaltungsort fahren.
Bereits eine Woche zuvor, am 10. Oktober 2026, wird es eine Protestmahnwache beim Fliegerhorst Büchel geben. Auch hier ist der Beginn um 12:00 Uhr.
Auszüge aus dem Aufruf zur Demonstration:
Atomkrieg über Europa - dieses Szenario übt die NATO im Herbst dieses Jahres. Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im "Ernstfall" einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegenwärtig nuklear auf und "modernisieren" ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt ca. 119 Mrd. US-Dollar.
In Büchel wird die neue B61-12-Atombombe stationiert, die endfluggesteuert noch treffgenauer eingesetzt werden kann. Dafür wurden für rund 10 Milliarden Euro neue Tarnkappen-Atombomber vom Typ F‑35 gekauft. Der Umbau des Fliegerhorstes Büchel für über zwei Milliarden Euro ist fast abgeschlossen. Die Tornado-Kampfjets werden zur Zeit von Nörvenich nach Büchel zurückverlegt. Nörvenich bleibt dennoch in das Manöver involviert: die dort stationierten Eurofighter waren schon mehrfach an "Steadfast Noon" beteiligt.
Die Alternative zu weiterer atomarer Aufrüstung ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV), der im Januar 2021 in Kraft getreten ist. Er verbietet Herstellung, Besitz und Einsatz von Atomwaffen. Der AVV greift damit das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes von 1996 auf, das den Einsatz von Atomwaffen und die Drohung mit Atomwaffen als grundsätzlich völkerrechtswidrig verurteilt hat.
Wir fordern vom deutschen Bundestag und der Bundesregierung:
- Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver "Steadfast Noon"
- Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der "nuklearen Teilhabe"
- Keine neuen europäischen Atomwaffen-Kooperationen
- Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
- Eintreten für ernsthafte Verhandlungen über vollständige nukleare Abrüstung
Die Demonstration wird veranstaltet von:
Friedensgruppe Düren, Friedensgruppe Daun, Aktionsbündnis "atomwaffenfrei jetzt", Netzwerk Friedenskooperative. Zahlreiche weitere Organisationen unterstützen den Aufruf und die Veranstaltung - darunter auch Ohne Rüstung Leben.
Einsatz für Frieden und Menschenrechte gehören zusammen. Rassismus und Nationalismus sind mit unseren Zielen unvereinbar und stehen einer Zusammenarbeit entgegen. Nationalflaggen sind auf der Demonstration nicht erwünscht.
Die Vereinten Nationen haben einen Atomwaffenverbotsvertrag ausgehandelt und durch die insgesamt 122 teilnehmenden Staaten verabschiedet. Am 22. Januar 2021 trat der Vertrag in Kraft.
Auf unserer Themenseite finden Sie alle Nachrichten zum Atomwaffenverbotsvertrag.
Kontakt
Ohne Rüstung Leben
Arndtstraße 31
70197 Stuttgart
Telefon 0711 608396
Telefax 0711 608357
E-Mail orl[at]gaia.de
Spendenkonto
IBAN DE96 5206 0410 0000 4165 41
BIC GENODEF1EK1
Jetzt mitmachen!
Wir sagen NEIN zur deutsch-französischen Atomwaffen-Kooperation! Senden Sie unsere Forderungen an den französischen Botschafter und an den Bundeskanzler.


