Ohne Rüstung Leben e.V.
Frieden politisch entwickeln

Nachrichten - 13. Februar 2026

Große Lichtprojektion zur Münchner Sicherheitskonferenz: Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Lichtprojektion gegen Mittelstreckenwaffen zur Sicherheitskonferenz 2026 in München

In München kommen wieder Politik, Militär und Rüstungsindustrie aus aller Welt zusammen. Bei der diesjährigen Sicherheitskonferenz wird es auch um die Aufrüstung mit Raketen und Marschflugkörpern gehen. Wir haben vorab eine klare Botschaft nach München gebracht: "Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" - geschrieben mit riesigen Buchstaben aus Licht.


Die von Ohne Rüstung Leben mitgegründete - und mittlerweile von 55 zivilgesellschaftlichen Organisationen getragene - Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" fordert anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, sich gegen die Stationierung neuer landgestützter US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu positionieren.


Tausende Protestpostkarten an Minister Pistorius

Zudem sollte die Bundesregierung von der Beschaffung US-amerikanischer Typhon-Startsysteme und Tomahawk-Marschflugkörper sowie einer europäischen Entwicklung landgestützter Mittelstreckenwaffen absehen. Nötig sei stattdessen der Einsatz für neue Rüstungskontroll- und Abrüstungsinitiativen. Um ihre Forderungen zu unterstreichen, übersendet die Kampagne dem Verteidigungsministerium insgesamt 3.412 Protestpostkarten "Für eine Zukunft in Frieden - nicht im Bunker!"

Die Unterzeichnenden fordern darauf von Verteidigungsminister Pistorius einen Stopp seiner Aufrüstungspläne mit Mittelstreckenwaffen sowie Initiativen zur Risikominimierung und Deeskalation. Mit einer großen Anzeige in der gestern erschienenen Wochenzeitung "der Freitag" betonen wir diese Forderungen zusätzlich.


Anzeige in "der Freitag" vom 12. Februar 2026. Foto: Ohne Rüstung Leben


Große Lichtprojektion in München

Damit unsere Botschaft auch in München wahrgenommen wird, hat unsere Kampagne ihr Logo vor Beginn der - hermetisch abgeriegelten - Sicherheitskonferenz an das Maximilianeum (den Sitz des Bayerischen Landtags) projiziert. Der Schriftzug "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" war an dem zentralen Gebäude im Münchner Stadtteil Haidhausen schon von Weitem zu sehen.

"An der Münchner Sicherheitskonferenz zeigt sich beispielhaft, was auf der Welt verkehrt läuft. Politik, Militär und Rüstungsindustrie, die dort zusammenkommen, setzen ausschließlich auf militärische Aufrüstung und befeuern damit ein gefährliches Wettrüsten", unterstreicht Kampagnensprecherin Angelika Wilmen.

Aktionen am 30. Mai 2026 in Wiesbaden und Grafenwöhr geplant

Weiter betont Wilmen: "Das Gegenteil wäre jetzt nötig. Nach dem Aus des New START-Vertrages braucht es Impulse für neue Abrüstungs- und Rüstungskontrollinitiativen. Insbesondere landgestützte Mittelstreckenwaffen müssen dabei in den Blick genommen werden. Denn durch ihre kurzen Vorwarnzeiten stellen sie eine ganz besondere Gefahr für die Menschen in Europa dar. Das kann nicht im Interesse unserer Sicherheit sein."

Auch in den kommenden Monaten ruft Ohne Rüstung Leben mit der Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig!" zu Protestaktionen auf, um deutlich zu machen, dass wir keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa wollen. Im Fokus stehen dabei Wiesbaden und Grafenwöhr. Merken Sie sich jetzt schon den 30. Mai 2026 vor: Für dieses Datum ist ein Aktionstag an beiden Orten geplant.

  

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Nach dem Ende des INF-Vertrags 2019 droht Europa erneut zum Stationierungsort für landgestützte Mittelstreckenwaffen zu werden.

Die Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" setzt sich gegen diese gefährliche Entwicklung ein und fordert eine neue Sicherheitsarchitektur für Europa. Ohne Rüstung Leben hat die Kampagne mitbegründet und stellt einen der Sprecher.

Aktuelle Informationen zum Thema

Kampagne: "friedensfähig statt erstschlagfähig - für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen"

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Telefax 0711 608357

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