Ohne Rüstung Leben e.V.
Frieden politisch entwickeln

Pressemitteilung - 29. Dezember 2025

"Nicht mit mir!" - Bereits über 10.000 Menschen unterstützen unseren Abrüstungsappell

Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!

Die Festlegung der NATO, künftig fünf Prozent des BIP fürs Militär auszugeben, ist willkürlich und unverantwortlich. Für Deutschland würde sie (auf Grundlage des derzeitigen Haushalts) bedeuten, dass künftig die Hälfte aller Bundesmittel ins Militär fließen müssten. Jedes Jahr! Über 10.000 Menschen kritisieren diese enorme Aufrüstung der Bundeswehr bereits und sagen: "Nicht mit mir!".


Der Abrüstungsappell "Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!" hat nach seinem Start am 2. Oktober zu Weihnachten bereits mehr als 10.000 Unterstützer*innen erreicht. Initiiert wurde er von der DFG-VK, den IPPNW, dem Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi.

In dem Appell heißt es: "Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein Trugschluss. Wir möchten in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein."


Milliardengräber in der Bundeswehr-Beschaffung

Der Bundestag brachte in der letzten Sitzungswoche vor Weihnachten nochmals Rüstungsprojekte mit einem Gesamtwert von 50 Milliarden Euro auf den Weg. Und die Rekordbestellungen sollen weitergehen: Kürzlich wurde bekannt, dass die Bundeswehr den Kauf von 3.000 Radpanzern vom Typ Boxer in verschiedenen Ausführungen plant.

Davon profitiert vor allem das Rüstungsunternehmen Rheinmetall. Gleichzeitig sorgt der Versuch, digitale Funkgeräte in bestehende Militärgeräte zu integrieren, für immer weiter steigende Kosten - nur eines von vielen Milliardengräbern der Bundeswehr-Beschaffung.


Menschen in Deutschland und weltweit leiden unter den Folgen

Durch die enorme Schuldenlast, die mit der Aufrüstung auf Pump einhergeht, kommen schon jetzt andere Haushaltstöpfe unter Sparzwang. Das wird ganz konkrete Folgen haben: Menschen in Deutschland werden unter Kürzungen am Sozialstaat leiden.

Die Milliarden-Einsparungen bei der internationalen humanitären Hilfe drohen zudem neue Fluchtbewegungen zu verstärken, während gleichzeitig Geflüchtete abgewiesen und abgeschoben werden.


Unser Abrüstungsappell fordert daher von der Bundesregierung:

  • Einen Stopp der maßlosen Ausgaben für immer mehr Aufrüstung. Nötig sind mehr Investitionen, die unser aller Leben verbessern - zum Beispiel in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz.
  • Keine Belastung und Einschränkung nachfolgender Generationen durch unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung der Klimakatastrophe.
  • Einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des russischen Angriffskrieges, nachhaltigen Frieden für die Ukraine und eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur.
  • Ein glaubwürdiges Eintreten für Völkerrecht, nukleare und konventionelle Rüstungskontrolle sowie eine Stärkung von Ziviler Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit. Dauerhafte Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt.


Nächster Meilenstein sind die Ostermärsche

Die Sammlung von Unterschriften für den Abrüstungsappell "Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!" läuft bis zu den Haushaltsverhandlungen im September 2026. Unterschrieben werden kann der Appell auf den Webseiten der Organisationen und auf Unterschriftenlisten. Als nächsten Meilenstein wollen wir bis zu den Ostermärschen im kommenden Jahr 25.000 Unterstützer*innen sammeln.

Helfen Sie uns jetzt, dieses Ziel zu erreichen! Unterstützen Sie den Abrüstungsappell mit Ihrer Unterschrift oder bestellen Sie kostenloses Material!



Der Abrüstungsappell "Nicht mit mir" wurde initiiert von: Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK), Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi.

 

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