Termin - 1. April 2016

"Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten!" - Internationaler Bodensee-Friedensweg 2016

Internationaler Bodensee-Friedensweg 2016 in Romanshorn
Der Internationale Bodensee-Friedensweg 2016 in Romanshorn, Foto: © Harald Hellstern

Unter dem Motto "Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten!" fand am Ostermontag, dem 28. März 2016, der achte Internationale Bodensee-Friedensweg in der schweizer Hafenstadt Romanshorn statt. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz hatte auch Ohne Rüstung Leben nach Romanshorn eingeladen.


Ein Bericht von Susanne Hellstern, Mitglied im Inititativkreis von Ohne Rüstung Leben:


"Kein Geschäft mit dem Krieg"

Über 750 Menschen fanden sich am Bahnhofplatz von Romanshorn ein, um auf den Zusammenhang zwischen Waffenexporten und Flüchtlingen hinzuweisen und für ein menschliches, gerechtes und friedliches Europa einzustehen. Sie unterstützten damit eine der zentralen Forderungen des Bodensee-Friedensweges 2016: "Kein Geschäft mit dem Krieg: Waffenexporte stoppen und Kriegsinvestitionen verbieten".

Ein bunter Zug mit Pace-Fahnen und Transparenten führte dann, begleitet von Samba-Rhythmen, durch den Ort hinauf zur Evangelischen Kirche. Dort erzählte die Regisseurin Aya Domenig aus Zürich von ihrem Großvater, der den Atombombenabwurf von Hiroshima selbst miterlebt hatte. In ihrem Dokumentarfilm "Als die Sonne vom Himmel fiel" prangert sie die Verharmlosung der gesundheitlichen Folgen an. In diesem Zusammenhang schlug sie dann auch den Bogen zu den Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima.


Gedenken an die Opfer

Der Abschluss des Tages fand in der Katholischen Kirche statt, in der die vielen Teilnehmenden eng zusammenrücken mussten. Hier wurde nicht nur der Opfer der Terroranschläge in Brüssel gedacht. "Wir gedenken aber auch der vielen Toten und Verletzten bei Luftangriffen in Syrien, Irak, Jemen, Pakistan, Nigeria und Burkina Faso", so der Organisator des Ostermarsches, Arne Engeli.

Der Fernsehjournalist Ulrich Tilgner aus Hamburg, der jahrelang aus dem Irak berichtet hat, fasste die aktuelle politische Lage sowie Hintergründe und Ursachen kritisch zusammen: "Der im historischen Vergleich lange Frieden in Europa hat einen Preis, den die Europäer heute zahlen müssen".

Die Waffen- und Kriegsexporte hätten zum Entstehen von Elend und politischen Katastrophen außerhalb Europas beigetragen. Die europäische Flüchtlingskrise bezeichnete er als direktes Resultat einer verfehlten Sicherheitspolitik westlicher Staaten im Irak, in Afghanistan und in Syrien.

 

www.bodensee-friedensweg.org


‹ alle aktuellen Nachrichten

‹ zurück

Fotos vom Bodensee-Friedensweg 2016

Internationaler Bodensee-Friedensweg 2016

Internationaler Bodensee-Friedensweg 2016

Fotos: © Harald Hellstern

[Klicken Sie, um die Bilder zu vergrößern]

Kontakt

Ohne Rüstung Leben
Arndtstraße 31
70197 Stuttgart

Telefon 0711 608396
Telefax 0711 608357

E-Mail orl[at]gaia.de

Spendenkonto
IBAN  DE96 5206 0410 0000 4165 41
BIC  GENODEF1EK1

Evangelische Bank

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Mit unseren Postsendungen bleiben Sie immer aktuell informiert.
Übrigens: Alle Informationen und Materialien von Ohne Rüstung Leben sind grundsätzlich kostenlos.
Ihre Spende hilft uns, dieses Angebot am Leben zu erhalten.