Nachrichten - 7. Juli 2017

Aktualisierter "Rüstungsatlas Baden-Württemberg" vorgestellt

Jürgen Grässlin und Paul Russmann bei der Präsentation des Rüstungsatlas in Stuttgart.
Jürgen Grässlin und Paul Russmann bei der Pressekonferenz in Stuttgart. Foto: © DFG-VK

Fünf Jahre nach seinem ersten Erscheinen wurde der "Rüstungsatlas Baden-Württemberg" in aktualisierter Form neu veröffentlicht. Andreas Seifert von der "Informationsstelle Militarisierung e.V.", Jürgen Grässlin, Sprecher der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und Paul Russmann als Repräsentant von Ohne Rüstung Leben haben das Ergebnis gestern gemeinsam der Presse vorgestellt.


Die "Informationstelle Militarisierung e.V." (IMI) hat mit dem "Rüstungsatlas Baden-Württemberg" den Stand der Entwicklung der Rüstungsindustrie in Baden-Württemberg dokumentiert und die Veränderungen der Branche erfasst. Ziel des Atlas ist es laut IMI, die "lokale Diskussion über Rüstung und Verantwortung anzuregen und mit Fakten zu unterfüttern".

Menschen aus Baden-Württemberg können sich im Rüstungsatlas darüber informieren, welche Rüstungsproduzenten und -exporteure in der unmittelbaren Umgebung ihres Wohnortes tätig sind. Und das sind nicht wenige: Mit mehr als 120 Unternehmen an mehr als 70 Standorten ist der Bestand gewachsen und Baden-Württemberg unter den Bundesländern mit beonders vielen Rüstungsbetrieben.


Weit verbreitet, aber kein relevanter Wirtschaftsfaktor

Die IMI will darin jedoch keinen relevanten Wirtschaftsfaktor sehen. Andreas Seifert sagt: "Bei vielen Firmen machen Rüstungsaktivitäten nur einen kleinen Bereich ihrer Tätigkeit aus. Die Bestandsaufnahme stellt fest, dass zahlreiche Unternehmen das Militärgeschäft nur als Zubrot mitnehmen, wenn die Militäretats steigen. Jobsicherheit schafft das nicht."

"Baden-Württembert profiliert sich gern als Zivilmacht und Konfliktvermittler", sagt Paul Russmann von Ohne Rüstung Leben, "wir sind gleichzeitig aber auch ein Stück Brandstifter." Besonders deutlich wird dies an den Sturmgewehren der Firma "Heckler & Koch" aus Oberndorf am Neckar. Nicht nur im mexikanischen Drogenkrieg, auch auf den Waffenmärkten im Irak sind Waffen "Made in Baden-Württemberg" gefragte Handelsware.

 



Vom 10. bis 16. Juli 2017 findet die "Aktionswoche gegen Rüstungsexporte" statt! An vielen Orten werden Menschen mit Transparenten fordern: "Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen". In unserem Kalender finden Sie alle geplanten Aktionen
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Rüstungsatlas Baden-Württemberg:

Den neuen "Rüstungsatlas Baden-Württemberg" können Sie hier kostenlos von der Website der IMI herunterladen:


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"Rüstung in Baden-Württemberg"
[PDF-Download von imi-online.de]

 

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