Ohne Rüstung Leben e.V.
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Termin - 10. April 2018 - UPDATE: 9. Mai 2018

"Rheinmetall entrüsten! Waffenexporte stoppen!" - Kundgebung vor der Hauptversammlung

Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben protestiert gegen Rheinmetall-Rüstungsexporte
Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben, Foto: © Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

Zur Rheinmetall-Hauptversammlung am 8. Mai 2018 in Berlin musste sich Deutschlands größter Rüstungskonzern vehementer Kritik stellen. Mehrere Protestaktionen und Stellungsnahmen der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre brachten den Einsatz von Rheinmetall-Bomben im Jemen-Krieg und den Panzerdeal mit der Türkei auf die Tagesordnung. Ohne Rüstung Leben war dabei.


Dass der Rheinmetall-Vorstand gute Nachrichten zu Umsatz und Gewinnen berichten konnte, auf die der Aktienkurs des Konzerns positiv reagierte, konnte nicht darüber hinwegtäuschen: Rheinmetall hat ein Imageproblem. Presse und Nichtregierungsorganisationen haben die internationalen Geschäfte des Konzerns in die breite Öffentlichkeit getragen und fordern unter anderem einen Stopp der geplanten Panzerproduktion mit Rheinmetall-Beteiligung in der Türkei.


Klage gegen Rheinmetall in Italien

So kamen auch rund 200 Menschen zum Ort der Hauptversammlung nach Berlin, um unter dem Motto "Rheinmetall entrüsten! Waffenexporte stoppen" zu protestieren. Die Redner Francesco Vignaro vom italienischen Netzwerk für Abrüstung und Mauro Meggiolaro von der "Fondazione Finanza Etica" berichteten von der Strafanzeige des ECCHR und mehrerer italienischer Organisationen gegen Rheinmetall und den italienischen Staat.

Das italienische Tochterunternehmen RMW Italia ist eine der internationalen Beteiligungen, über die Rheinmetall-Bomben, Munition und ganze Munitionsfabriken ausgeliefert werden. Diese Exporte zeigten, "dass der Rheinmetall-Konzern bereit ist, einen hohen Preis für seine Geschäfte zu zahlen", sagte Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben in ihrer Rede. Den eigentlichen Preis dafür zahlten jedoch die Menschen im Jemen mit unvorstellbarem Leid.


Bombenfunde mitten in der humanitären Katastrophe

"Weil Millionen hungern und Krankheiten wie die Cholera grassieren, sprechen die Vereinten Nationen von der größten humanitären Krise der Welt. Und in dieser humanitären Katastrophe, meine Damen und Herren, wurden Teile von Bomben des Typs MK 83 gefunden, die sich zuordnen lassen. Produziert von der italienischen Rheinmetall Tochter RWM Italia. Von Sardinien nach Saudi-Arabien exportiert. Und dann im Jemen-Krieg eingesetzt."

Direkt auf der Hauptversammlung berichtete später die jemenitische Menschenrechtsaktivistin Bonyan Gamal über den Krieg in ihrem Land und brachte die Vorstände in Erklärungsnot. In mehreren Wortmeldungen forderten Vertreterinnen der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und von Ohne Rüstung Leben: Stoppen Sie umgehend die Munitionsexporte aller Rheinmetall-Unternehmen an kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten!

 

Hier erfahren Sie mehr über unsere Kritik an Rheinmetall-Munitionsexporten

Weitere Bilder von den Protesten vor der Hauptversammlung

 

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Die Rheinmetall AG aus Düsseldorf ist Deutschlands größter Rüstungskonzern. In der Rüstungssparte "Rheinmetall Defence" werden Munition, Panzer, Waffen, Militärfahrzeuge und elektronische Lösungen angeboten.

Auf unserer Themenseite finden Sie alle bisherigen Meldungen und aktuellen Nachrichten zu den Rüstungsexporten der Rheinmetall AG.

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