Ohne Rüstung Leben e.V.
Frieden politisch entwickeln

Nachrichten - 29. September 2020

Rückblick auf die Aktionswoche der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!"

Aktionswoche der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" in Berlin
Aktion im Invalidenpark in Berlin, Foto: Michael Schulze von Glaßer

Vom 21. bis 27. September veranstaltete die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" eine deutschlandweite Aktionswoche unter dem Motto "Frieden beginnt hier! Rüstungsexportkontrollgesetz JETZT!". Starttermin war der Internationale Weltfriedenstag 2020. Wir blicken zurück auf einige der Aktionen.


Dieser Artikel basiert auf einem Bericht der Kampagnenkoordinatorin Susanne Weipert.


"Blutspur" in Berlin

Die über 100 Mitglieder des Bündnisses waren aufgerufen, sich mit vielfältigen Aktionen zu beteiligen. So wurde in Berlin mit der Kunstaktion "Rüstungsexporte können tödlich sein" auf die Verantwortung des Wirtschaftsministeriums als federführendes Ministerium bei Waffenexporten aufmerksam gemacht.

Eine mit Waffenattrappen gesäumte "Blutspur" führte durch den Invalidenpark bis in die Nähe des Haupteingangs vom Wirtschaftsministerium. Vom sieben Meter hohen Brunnen im Park wurde ein riesiges Banner mit einem der Motive zur Aktion "Frieden beginnt hier. Rüstungsexportkontrollgesetz JETZT!" herabgelassen. Zeitgleich waren die Motive für zwei Wochen auf "Kulturträger"-Plakaten an über 100 Orten in der Hauptstadt zu sehen.

Mehr Impressionen von der Aktion können Sie sich hier im Youtube-Video ansehen


Informationen in Lindau und Online-Gesprächsrunde

Am Hafen von Lindau am Bodensee wurde ebenfalls am Montag der "Waffenthron" aufgestellt. Schauspielerinnen und Schauspieler mit Masken verkörperten Staatsoberhäupter, die in Europa die meisten Waffenexporte zu verantworten haben. Damit machten Organisationen aus der Region auf die fortlaufenden Waffenexporte  in Kriegsgebiete aufmerksam. Gerade aus der Bodenseeregion gehen viele Waffen in alle Welt.

Am Donnerstagabend wurde in einer Onlinekonferenz im Rahmen der pax christi-Gesprächsreihe "Frieden 4.0." anregend über die Forderung nach einem Rüstungsexportkontrollgesetz diskutiert. Als Expertinnen und Experten geladen waren Sevim Dagdelen (MdB, Die Linke), Simone Wisotzki (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Holger Rothbauer (Rechtsanwalt) und Thomas Breuer (Greenpeace).

Warum wir ein Kontrollgesetz brauchen, sehen Sie in diesem Video


Machen Sie mit: Online-Aktion zum Rüstungsexportkontrollgesetz

Auch an weiteren Orten - zum Beispiel bei einem Spaziergang durch Essen und vor dem Dom in Frankfurt (Main) - informierten regionale Gruppen über die Forderung nach einem Rüstungsexportkontrollgesetz. Sie verteilten das Informationsmaterial der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und verwiesen auf die Online-Aktion, mit der Interessierte eine E-Mail an ihre Bundestagsabgeordneten versenden können.

Hier können Sie Aktionsmaterial bestellen und Ihren Abgeordneten schreiben

 

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Material zur Aktion


Aktionskarte "Frieden beginnt hier - Rüstungsexportkontrollgesetz jetzt!"

Info-Postkarte "Rüstungsexportkontrollgesetz jetzt!" [Klick für größere Ansicht]

Aufkleber "Rüstungsexporte schaden der friedenspolitischen Glaubwürdigkeit"

Aufkleber "Warnhinweis" [Klick für größere Ansicht]

Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel

 

Deutschland ist einer der weltweit größten Waffenexporteure. Um das zu ändern, wurde 2011 die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" gestartet, die mittlerweile von mehr als einhundert Organisationen unterstützt wird. Ohne Rüstung Leben gestaltet die Aktivitäten der Kampagne von Beginn an maßgeblich mit und stellt eine der Sprecherinnen.

www.aufschrei-waffenhandel.de

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